Berlin ist nicht Emden – umsonst und draußen

#blowinginthewind…

Das Fotoshooting für unsere #emdenberlin Reihe bleibt eine Herausforderung.

Diesmal scheint alles perfekt – See, Steg, blaue Stunde, nani IRO… und Sturmböen! So sehr, dass ich Angst hatte, mein Stativ kippt um und fällt jeden Moment ins Wasser!
Mehr als die Hälfte der Bilder waren außerdem eher unvorteilhaft, da mir der Wind die Oberteile an den Leib presste. Und natürlich war es mein letzter Abend in Polen, und die einzige Chance für Bilder in dieser Kulisse…

Was haben wir uns also diesmal ausgesucht? Der Sommer naht, und so kamen wir auf die Idee, verschiedene Shirt-Freebooks zu nähen.

 

Hemlock-Tee von Grainline Studio
Plantain von Deer&Doe

Alles keine Neuentdeckungen, die Schnitte gibt es seit einer ganzen Weile und sind alle ausgiebig genäht und getestet worden. Und das Hemlock Tee und das Mandy Boat Tee sehen sich zudem zum Verwechseln ähnlich. Beide Schnitte hatte ich bereits mehrfach genäht. Nur das Plantain war neu für mich und als „Birne“ war ich besonders gespannt auf diesen Schnitt. Die Herausforderung und auch der Spaß lagen für mich im Experimentieren mit den Schnitten und im Ausprobieren von Neuem.

Ich rolle das Feld von hinten auf und beginne mit dem Shirt, welches mir am wenigsten an mir gefällt, das Plantain T-Shirt.

Der Schnitt ist professionell gemacht und es gibt ihn sogar zweisprachig. Auch wenn es hier schwer zu erkennen ist, passt mir meine Größe prima – allerdings ist selbst mir, mit Bauch und Hüften die zusätzliche Weite unten zu viel. Sollte ich den Schnitt, dessen Pluspunkt sein sehr schöner Ausschnitt ist, nochmal nähen, dann auf jeden Fall etwas schmaler. Wirklich wohlfühlen tue ich mich darin nicht, dafür ist es mir auch ohne Wind zu körperbetont. Als Langarmshirt unter Cardigans aber durchaus denkbar.

Das Hemlock Tee hatte ich bereits mehrfach in Jersey genäht und war nicht wirklich überzeugt. Warum kann ich gar nicht sagen, so viele sehen toll darin aus (Freut euch auf Monika am Donnerstag), für mich war es bisher eher ein Schlafshirt. Allerdings wollte ich dem Schnitt eine neue Chance geben und habe es daher aus Webware genäht. Und siehe da – ich liebe es!

Ich habe ca. 2 cm an den Ärmeln und Seitennähten hinzugegeben, um trotzdem genug Weite zu haben und an den Schultern 1 cm, weil die Nahtzugabe im Schnitt nur 0,5 cm beträgt; den Saum habe ich etwas gekürzt. Die Zugabe an den Seitennähten wäre allerdings nicht nötig gewesen. Ausschnitt und Saum sind mit Schrägband verarbeitet. Der Stoff ist ein sehr schöner gestreifter, leinenartiger Baumwollstoff.
Tolle Beispiele für das Hemlock Tee in Webware gibt es zum Beispiel hier und hier.

Und nun zu meinem Favoriten! Mandy!

Auch in Jersey Stoffen gebe ich ihr den Vorzug vor dem Hemlock. Ich liebe den Ausschnitt sehr und die schmalen Ärmel, die für mich die Weite des Schnittes ausbalancieren.

Diesen Schnitt hatte ich sogar schon einmal aus Webware genäht, und die damals entstandene Tunika ist eins meiner Lieblingsteile. Da die Ärmel aber etwas eng sind, musste Ersatz her! Und natürlich im schönsten aller Stoffe von Naomi Ito. Hier habe ich wie inzwischen immer bei dem Schnitt (auch bei Jersey) ca. 2 cm an der vorderen und hinteren Mitte herausgenommen, zusätzlich die Ärmel weiter und länger gemacht, den Ausschnitt aber nicht entsprechend verbreitert. Den Saum habe ich um das verlängert, was meine 2 m Stoff hergaben, seitlich Schlitze eingefügt und den Ausschnitt wieder mit Schrägband verarbeitet.
Ich fühle mich sehr wohl darin und mag es kaum ausziehen!

Der Juni ist übrigens #naniiromonth bei Miss Matatabi und ihr könnt auf ihrem Blog tolle Kreationen aus der neuen Kollektion bewundern. #ilovenaniiro! Ihr auch?

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Und natürlich haben Monika und ich es nicht bei drei Schnitten bewenden lassen, ab der nächsten Woche könnt ihr ein weiteres tolles Freebook für den Sommer nähen!
just another tee.

Berlin ist begeistert!

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Emden | Berlin geht weiter am Donnerstag!

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