Never change a winning (Else)Team

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Vor einiger Zeit flatterte eine hochoffizielle Einladung ins Haus.

Dresscode: Cocktailkleid

In diesem Haushalt ist es leider nicht viel anders als in allen anderen von weiblichen Wesen bewohnten: Selbst wenn der Kleiderschrank voll ist mit Kleidern… Dieses eine bestimmte ist in 99% der Fälle nicht vorhanden.

Was also tun!?

 

Mein erster Impuls bewegte sich tatsächlich in dem einen sehr seltenen Prozentfall, hatte ich doch die wunderbare „Else black“ im Schrank, die – selten getragen – tatsächlich noch tadellos ist und zudem habe ich –  nach wie vor mit kleinem Kind zu Hause ohne Kindergartenplatz – 1001 bessere Ideen, was mit einem freien Samstagvormittag zu tun wäre, als ein Kleid zu nähen…

Da lag nun aber dieser wunderbar seidig glänzende schwarze Merinojersey, ganz im Gegenteil zu dem leider etwas stumpfen Baumwolljersey des bereits vorhandenen Kleides….

Dazu kommt, dass ich schon sehr lange wieder ein schwarzes Kleid mit schwingendem Rock haben wollte. Hatte ich doch mal eines, das leider während meiner Zeit in Köln „Beine bekam“ und mich leider für immer verlassen hat. Also wälzte ich alle meine Schnittmuster -Ordner, -Hefte und digitalen Dateien und suchte ein sogenanntes „Skater Dress“. Ich wurde auch mehrfach fündig, war mir dann allerdings ob der Form des Oberteils mehr als unschlüssig, ob ich den teuren Stoff als „Testmodell“ hernehmen sollte…

Ich war also kurz davor, doch auf das eine Prozent zurückzukommen, beschloss dann aber mein Glück zu wagen und „ganz einfach“ die Else umzubauen…

„Never change a winning team!“ und mit ein wenig schmaleren Seitennähten und einer ziemlich gewagten Halbkreiskonstruktion von hier („gewagt“, weil ich von Mathe leider nicht ganz so viel verstehe…) bin ich einfach ins kalte Wasser gesprungen…

PicMonkey Collage

Was soll ich sagen…. ich bin total glücklich mit dem Kleid und ich war perfekt gekleidet. Der Abend war ein voller Erfolg (inklusive neuer Babysitterin) und herrlichem – wenn auch sehr übersichtlichem – französischem Essen…

Wiederum bestätigt sich aufs neue meine Idee eines gut sitzenden Basisschnittes, der eine Fülle an Möglichkeiten bereit hält.

Da sich nun aber nicht jeder, verständlicherweise mit den Tücken der Halbkreisberechnung auseinander setzen möchte, habe ich zur Feier des Tages noch ein kleines Tutorial gebastelt, das ihr euch hier herunterladen könnt.

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5 Kommentare

  1. Hallo Monika,

    wirklich ein sehr hübsches Kleid.
    Ich bin gerade dabei, den Schnitt für mich anzupassen.
    In deiner Anleitung schreibst du, dass der Rock in der Taillenlinie an das Oberteil genäht wird. Hast du das bei deinem Kleid genauso gemacht?
    Es scheint so, als ob die Naht etwas tiefer beim Gürtel sitzt.

    Grüße
    Joana

  2. Hallo Monika,

    ein sehr schönes Kleid hast du da genäht, schlicht und schön, wie ich es auch mag.

    Wo hast du denn Merino-Jersey her? Da ich eine ewige Frostbeule bin, schwebt mir schon länger vor, so etwas zu vernähen, aber ich weiß nicht, wo ich solche Stoffe kaufen kann!?

    Viele Grüße,
    Steffi

    • schneidernmeistern

      Liebe Steffi,

      vielen Dank für einen netten Kommentar!
      Der Merinojersey ist von extremtextil. Es gibt ihn auch ihn noch „schwereren“ Varianten. Aus einem von diesen habe ich noch eine wunderschön kuschelige Strickjacke.
      Viele Grüße
      Monika

      • Liebe Monika,

        danke für die Antwort und den Tipp mit extremtextil. Habe gleich auf der Seite nachgeguckt, dort gibt es Merinojersey mit 170, 200 und 270 g/qm. Welche beiden Stoffe hast du davon verwendet?

        Viele Grüße,
        Steffi

        • schneidernmeistern

          Für das Kleid habe ich den leichtesten benutzt (170) für die Strickjacke den mittleren (200).
          Viele Grüße

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