These premises will soon be closed.

Jahresrückblicke sind nicht so mein Ding.
Obwohl ich – im Sternzeichen Krebs geboren – viel in meiner Vergangenheit „rumwurschtle“, ist der Jahresbeginn für mich tatsächlich immer wie das Tor der Frau Holle für die Goldmarie.
Alle Möglichkeiten und Wege sind offen, das Vergangene wird hinter sich gelassen und man kann noch mal so richtig von vorne beginnen resp. durchstarten – mit einem Säckchen voller Chancen in der Hand…

btw. der kleine Mann hat das nicht so ganz verstanden, als ich versucht habe ihm zu erklären, wozu man denn nun das Feuerwerk braucht…

Ich versuche es heute doch mal mit einem Jahresrückblick – einem Zusammensuchen dessen, was dieses letzte Jahr ausgemacht hat… der hier gezogene Vergleich mit dem Umzug und dem Putzen der alten Wohnung ist leider Realität geworden, dazu später mehr …sicherlich finden sich in den leergeräumten Regalen ungeahnte Schätze…

Eine Menge Pläne habe ich geschmiedet, Vorsätze gefasst, Listen gemacht und dann hat das Leben seinen eigenen Plan gehabt und alles über den Haufen geworfen.
Habe ich zu Beginn des Jahres aus der allgemeinen Jahresanfangsmüdigkeit heraus noch gescherzt, dass ich nun erst mal ein Sabbatical einlege, so hatte jede Kurve meines Weges einen erstaunlich unerwarteten Ausblick parat:

Zwei Aktionen, von denen ich mich gerne von den eigentlichen Projekten habe abhalten lassen, waren

  • Emden ist nicht Berlin

mit Ute, die im Laufe des Jahres und mit all unseren wunderbaren gemeinsamen Projekten zu einer echten Freundin geworden ist.

 

der Feder führend von Catrin vom stoffbüro ausgerichtet wurde und bei dem ich im letzten Jahr unbedingt mitmachen wollte.

Im Anschluss kamen Steffis T-Shirt Bausteine und der Secret Valentine Exchange, beides tolle Aktionen und gerade der SVE hat mir so eine Menge Freude und neue „weltweite“ Kontakte beschert, dass ich nicht behaupten kann, dies hätte mich von irgendetwas wichtigerem abgehalten…

Dann kam der April, wohl mein Lieblingsmonat in diesem Jahr…

Zum einen habe ich mein langgehegtes Wunschprojekt verbessert, ausgebaut und angeschubst:
Den geraden Rockgrundschnitt zum kostenlosen Download gibt es seither in den Größen 34 – 48. Und mit Hilfe einiger meiner tollen Probenäh-Mädels hat es so richtig ge-

  • rockt!

auf dem Blog!

Ge“rockbüxt“ hat es im gleichen Monat auf Instagram, mit „the one and only“

der lustigsten GemeinschaftsRockbüxNähaktion, die es je auf Instagram gab und/oder geben wird…

Aus einer Laune heraus – und hier waren Ute und unsere T-Shirt-Schnitt-Test-Aktion auch nicht ganz unschuldig daran, entstand im Juni ein weiteres Freebook

  • justanothertee

 

Danach war ich so herrlich im „Flow“ wie man so schön sagt…. doch was passierte dann…!?
Der wohl vereinnahmenste Hashtag meines Jahres 2015 übernahm das Ruder und schipperte mich in den Hafen der Ehe… 😉

Ich schulde noch ein Bildchen von meiner Brautelse, auch wenn vom Original nicht viel übrig geblieben ist und ich NICHT – wie schon gemunkelt wurde – in einem Jerseykleid geheiratet habe…

photocredit @festbrennbar

 

*    *    *

So ist das Jahr zu Ende gegangen und von vielen wurde ich immer wieder gefragt, wie es denn weiter geht, wann ich wieder einen eigenen Schnitt herausbringe, ob ich Schnitte für andere mache, die Raglanelse, die perfekte Hose… doch hatte dieses Jahr dann eben noch eine Überraschung für uns parat und damit komme ich zum Anfang dieses kleinen Rückblickes.

Wir verlassen das „Emden der Welt“ und suchen unser Glück in Bremen.
Gerade werden schon die Koffer und Kisten gepackt und in 10 Tagen geht dann hier das Licht aus – im übertragenen Sinne.

Dennoch hat so ein Umzug ja auch immer viel Gutes. Man mistet aus, nimmt Bilder von der Wand, überdenkt den ein oder anderen Einrichtungsgegenstand  und lüftet einmal kräftig durch.
So wird das auch hier passieren und dieser Blog wird „am Emden der Welt“ bleiben – ich werde ihn nicht mit nach Bremen nehmen.
Das bedeutet nicht, dass ich alle Schotten dicht mache (um im Bild zu bleiben).
Es gibt einfach verschiedene Dinge, die hier ihren Platz hatten, die sich aber in eine Richtung entwickelt haben, mit der ich nicht mehr ganz glücklich bin und so werde ich die Zeit und den Neuanfang nutzen um einige Dinge „gerade zu rücken“.

Wie lange dies dauern wird kann ich nicht sagen.
So denn – auf ein baldiges Wiedersehen /-lesen (hier bin ich ja eh…) und bis dahin grüße ich euch alle mit Heinrich Heine: 

Schweigen ist die wesentlichste Bedingung des Glücks.