Gefällig in der Form… sportlich im Schnitt…

Ich zitiere liebend gerne Loriot – der Meister der Beobachtung fand für alle Lebenslagen die richtigen Worte und wer kennt ihn nicht, den legendären Sketch beim Herrenausstatter. An diesen musste ich sofort denken, als ich mir über die Vorstellung meines neuen Schnittes Gedanken machte:
„Die Hose sitzt angenehm knapp im Schritt und ist ausgesprochen gesäßfreundlich…“
Wer wünscht sich nicht genau diese Passform, auch wenn es Minuten später dagegen heißt:
„Man trägt das Beinkleid jetzt gern etwas reichlicher… es hebt sich ja auch noch durch das Eintragen der Sitzfalte im Knie…“

Kommen wir als zum Schnitt: Ich bin ein Hosenträger! – und das sage ich nicht nur so kokett in die Runde, sondern trotz all der schönen Elsen und ihren Schwestern, Adelheids und Wickelkleidern, die mein Portfolio schmücken, fühle ich mich am wohlsten, wenn ich am Ende des Tages in eine Jeans schlüpfen kann. So lag also der Wunsch nach einer Hose schon sehr lang in meiner Schublade. Der erste Entwurf gesellte sich im letzten Sommer dazu und nun hat es fast 1 Jahr gedauert bis ich es wage mit einem Hosenschnitt herauszukommen.
Warum das? Eine Hose ist ungleich schwieriger als ein Kleid, vor allem ein Jerseykleid. Das lässt sich zur Not immer noch ein wenig „hinzuppeln“, eine Hose vor allem eine aus Webware, muss passen. In der Meisterschule wird der Hose ein halbes Jahr eingeräumt, danach näht man so schnell keine mehr, der Oberteil Grundschnitt nimmt das dritte Semester ein und danach stürzt man sich auf Jacken, Mäntel und verrückte Drapierungen und wird es tunlichst vermeiden in der Meisterprüfung eine Hose anzubieten… Viel zu viel Risiko. Zumindest ging es mir so.

Der Test in meiner Designnähgruppe war für mich dann doch sehr beglückend und hat unter anderem meine Theorie bestätigt: 2 Damen mit ähnlichen Maßen, der Ersten passte die Hose nicht wirklich gut, ihrer Freundin dagegen perfekt!
Es gilt also, sich ein wenig mit den eigenen Körpermaßen / -eigenheiten zu beschäftigen, eine ausführliche Fertigmaßtabelle liegt der Anleitung bei.

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Und so springe ich also in mein Beinkleid und wage den Schritt raus aus Edes Autowerkstatt, rein in die Sewing-Community!


Angenehm knapp im Schritt ist sie nicht.. dagegen leicht vertieft, gerade so, dass ausreichend Lässigkeit rüberkommt und genug Passform übrig bleibt.


Gesäßfreundlich ist sie, durch die geschwungene Hinterhosen-Passe, die formschön in den Eingriff der Hüftpassentasche läuft.


Ich trage das Beinkleid gerne etwas schmaler (zusammen mit dem vertieften Schritt, wäre es des Baggyhosen-Styles zu viel) die coolen Knie-Patches korrespondieren mit dem Kniekehlen-Abnäher. So muss auch niemand in hockendem Gang irgendeine Sitzfalte eintragen…



„Das ist die Frühlingsmode! Gefällig in der Form… sportlich im Schnitt… Bremer Maßkonfektion…“ (frei nach Loriot) „…müssen die Hosen so ein!?“

Ich finde ja!, und wenn ihr das auch so seht, dann schnappt sie euch, bei mir im Shop!

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Lieben Dank an Lara von 1000stoff für diesen tollen Stretch-Popeline, der die lässige Hose zu etwas ganz Besonderem macht. In ihrem Shop bekommt ihr übrigens bis einschließlich Sonntag, 3. März 15% auf alle Hosenstoffe.
Herzlichen Dank für dieses tolle Angebot!

Ich freue mich sehr, wenn ihr auch bald sagt: Ich bin ein HOSEnträger!

 


 

Den herzlichsten Dank an die Damen meines Design-Nähteams, für Eure Unterstützung, ich freue mich, dass ich die ein oder andere Zögerliche überzeugen konnte!

Mit „klick“ aufs Bild kommt ihr zum jeweiligen Blog / Profil.


 

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Die großartigen Werkstatt-Fotos hat wieder Daniela von Ahoi Fotografie für mich gemacht.
Meinen herzlichen Dank!

Und Danke an Horst, Ede oder Heinz – dass wir an einem kalten Februar Vormittag in der Werkstatt fotografieren durften!

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1 Kommentare

  1. Christine Gottschild

    Toller schnitt mit vielen raffinierten Details. Wird der schnitt auch aus Webware funktionieren?

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